Bauen in Harmonie mit der Landschaft

Blick von Vetzberg auf das Industriegebiet Rodheim

Ein Artikel in der Giessener Allgemeinen  vom 30. Mai über hässlichen Städtebau  erinnerte mich, dass ich darüber schreiben wollte, wie neue Baugebiete entstehen ohne Gefühl für die sie umgebende Landschaft. Ausgelöst wurde es vor einigen Monaten, als ich von der Burg Vetzberg herabblickte auf Rodheim.  Der Blick in die Weite wurde blockiert durch einige Gewerbebauten, die ganz nackig dastehen, mit ein paar „Alibi“Bäumen verziert. Gewaltig störend empfinde ich den mitten im Feld stehenden Neubau der Firma Inwerk. Dabei wurde wohl nur an einen günstigen Verkehrsanschluss gedacht. Von Harmonie mit der Umgebung kann keine Rede sein.

Neubau isoliert vom übrigen Industriegebiet, Blick Richtung Kinzenbach

Ich habe gehört, dass sich die Vetzberger schon vor einigen Jahren beschwerten, dass man ihnen die Aussicht verschandele. Mittlerweile nimmt man das wohl als gegeben hin. Oder guckt keiner mehr vom Dorf nach unten?

Wenn man in andere Orte hineinfährt, durchquert man in der Regel erst hässliche Industriegebiete. Ich freue mich immer wieder, wenn ich aus Richtung Heuchelheim nach Rodheim komme über die Amtmannsmühle, die wunderbare Wiese mit einigen auffälligen Bäumen (FFH-Gebiet)mit der Schmitte im Hintergrund und die Tatsache, dass sich das Industriegebiet dezent rechts hinter der Anhöhe verbirgt. Die Einfahrten aller Ortsteile Biebertals sind bisher angenehm. Fellingshausen kann sogar die Bausünde des Etagenhauses verkraften, weil dies sich an den Hang anschmiegt und die Silhouette des Dorfes nicht beschädigt.

Die „Stadtväter“ früherer Zeiten waren stolz darauf, etwas Schönes zu erschaffen. In manchen Kulturen scheint das immer noch so zu sein. Ich habe lange Zeit in Offenbach gewohnt, wo sich immer mehr japanische Firmen ansiedelten. Bei deren Bau wurde die Umgebung von Anfang an in die Gestaltung mit einbezogen. So etwas soll es auch bei deutschen Firmen geben, doch in aller Regel geht ihnen das ab.

„ARCHITEKTUR IN NEUER ÄSTHETIK“  „Ideenbrüter auf der grünen Wiese“

Grüne Wiese? Der Bau steht mitten im Acker

wirbt Inwerk auf seiner Homepage. Die neue Ästhetik empfinde ich eher als einen Schuppen mit viel Ähnlichkeit mit den unsäglichen Logistikzentren– was ist neu daran? Der einzige Schmuck ist Vetzberg links im Bild.

Werbefoto Inwerk

Ein Kommentar

  1. Dies ist ein Kommentar von
    Patrick Dietz M. A.
    Marketing / PR
    Inwerk GmbH
    Burgblick 2
    35444 Biebertal

    Neubau LAB-3 von Inwerk mit naturnaher Konzeption

    Die Baustelle ist bereits zu sehen, Dach und Wände sind drauf und dran: 2020 bezieht die Inwerk GmbH ihren neuen Standort LAB-3 im Biebertaler Gewerbegebiet; der Einzug ist für den Monat Dezember vorgesehen.
    Die „3“ bezeichnet die drei wesentlichen Attribute, die das LAB und sein Innenleben von herkömmlichen Firmengebäuden unterscheiden: die Gebäudearchitektur mit viel Grün, die Arbeitsumgebungen und die Arbeitskultur.
    Inwerk ist bisher in der Straße “Burgblick” zur Miete beheimatet und möchte mit der Entscheidung zu einem modernen Neubau ein eindeutiges „Ja“ zu Biebertal als Standort unterstreichen. Der Spatenstich zum neuen Gebäude fand im Herbst 2019 im Beisein des Gießener Regierungspräsidenten Dr. Christoph Ullrich und der Biebertaler Bürgermeisterin Patricia Ortmann statt.
    Als Entwickler von designaffinen Büromöbeln folgt Inwerk bei der Gestaltung des neuen Standortes ambitionierten Zielen. Der künftige Geschäftsbetrieb wird den Mitarbeitern viele Freiheiten eröffnen, z. B. die Wahl des Arbeitsplatzes im Gebäude, um jeweils anstehende Aufgaben bestmöglich erfüllen zu können. Das LAB-3 soll das erste Bürogebäude in Deutschland werden, welches ohne Bürowände im Inneren auskommt und dennoch konzentriertes Arbeiten durch recyclebare Raum-in-Raum Systeme ermöglicht.
    Die Gestaltung des Firmengeländes plant Inwerk nach ökologischen Maßgaben. Das Erscheinungsbild soll sich harmonisch in die natürliche Umgebung Biebertals einfügen. Insgesamt werden rund 90% der Gesamtfläche von 12.500qm grün bleiben; eine völlig außergewöhnliche Größenordnung und deshalb bemerkenswert, weil Gewerbeflächen in der Regel so intensiv wie nur möglich bebaut werden. Inwerk setzt dagegen auf ein naturnahes Konzept, das die Idylle der dörflichen Landschaft fördert und das Umfeld des Biebertaler Gewerbegebietes aufwertet.
    Das LAB-3 wird Deutschlands erstes Innovation-Lab der Büromöbelbranche. Also eine Art Denkfabrik. Sehr zur Freude der naturliebenden Anwohner bleibt es leise bei Inwerk, ohne LKW-Lieferverkehr und ohne Emissionen, da bei Inwerk nichts hergestellt wird. Das dürfte wohl der Idealfall sein, um ein Gewerbegebiet zu bereichern und ein Gewerbeobjekt optimal in die Naturlandschaft Biebertals zu integrieren. Die räumliche Distanz des LAB-3 zu dem Gewerbegebiet ist übrigens allenfalls eine Frage der Zeit, da die dazwischenliegenden Flächen bereits verkauft sind und in den nächsten Jahren bebaut werden dürften.
    Die Architektur ist mit einem dunklen Farbton und zwei großflächigen Glasfassaden ein moderner Hingucker, ohne durch leuchtende Farben oder zur Schau gestellte Firmen-Corporate-Identity aufzufallen. Im Außenbereich ist die Anpflanzung von zahlreichen heimischen Gehölzen und Obstbäumen geplant. Viel mehr abwechslungsreiches Grün als es bislang hier zu sehen war. Ebenso geplant ist die Anlage einer großflächigen Blumenwiese. Auch dadurch ist die Integration in die Natur begünstigt. Insider erkennen übrigens an der äußeren Gebäudeform Stilelemente des von Inwerk entwickelten Möbelsystems Masterbox, das mit zahlreichen bekannten Designpreisen ausgezeichnet wurde und zuletzt den Green Product Award erhielt. Eine Auszeichnung für besonders umweltfreundliche Gestaltung in recyclebarem Stahl, so wie auch das LAB-3 selbst.
    Anstelle äußeren Prunks bietet das LAB-3 ‘innere Werte’, die im Sinne der Mitarbeiter ein so ergonomisch geprägtes wie kreatives Arbeiten ermöglichen.
    Im Gebäude setzt sich der grüne Ansatz des „biophilic design“ fort und stellt dem Biebertaler Inwerk-Team einen 10 Meter hohen verglasten Innen-Garten mit natürlichem Licht und Pflanzen zur Verfügung.
    Beim Thema Mobilität setzt Inwerk ebenfalls auf Umweltfreundlichkeit: Die Firmenfahrzeuge surren leise elektrisch, wobei neben der Pkw-Ladestation auch Ladeanschlüsse für E-Bikes allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Wie schon am zweiten Standort in Meerbusch bezieht Inwerk ausschließlich Öko-Strom aus erneuerbaren Energiequellen.
    Die bewusst nachhaltige Ausrichtung soll einen Beitrag zur Erhaltung und Schonung der natürlichen Ressourcen leisten. Gleichzeitig soll das LAB-3 dazu beitragen, dass Mitarbeiter gern zur Arbeit kommen, kreativ sind und sich bei Inwerk in Biebertal wohlfühlen. Schließlich kommen rund 30% der LAB-3 Mitarbeiter bereits heute aus Biebertal. Kurze Wege sind ebenfalls gut für die Umwelt, attraktive Arbeitsplatzangebote gut für die Region. Geschäftsführer Bernd Klingelhöfer ist davon überzeugt, dass der künftige Firmensitz LAB-3 das bislang eher graue Gewerbegebiet gerade auch in naturaler Hinsicht deutlich aufwerten wird.
    Die Wahl des Standortes Biebertal hat vielfache Gründe. Von Anfang an ist das Familienunternehmen Inwerk in der Gemeinde zu Hause. Firmengründer Jens Hohenbild ist in Biebertal aufgewachsen, während Bernd Klingelhöfer hier seit 15 Jahren lebt. Als dynamisch wachsendes Unternehmen hat Inwerk von Jahr zu Jahr zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, was eine Aufwertung auch für die Gemeinde Biebertal bedeutet – nicht zuletzt deshalb, weil die Gemeinde über Gewerbeeinnahmen naturerhaltende Projekte und andere kommunale Aufgaben finanzieren kann.
    Das neue Gebäude LAB-3 ist für rund 60 Arbeitsplätze ausgelegt, so dass noch Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Auch aktuell sind bei Inwerk offene Stellen zu besetzen, die bei der Bundesagentur für Arbeit einzusehen sind und Menschen jeden Alters eine Chance eröffnen.

    Die Anbindung des Unternehmens an den Standort Biebertal soll auf dem Firmengelände sichtbar Ausdruck finden. Deshalb wird Inwerk einheimische Künstler und andere Interessenten einladen, praktikable Vorschläge zur Mitgestaltung der Außenanlage zu machen, z. B. mit Skulpturen und Installationen. Zur Besichtigung dieser im Freien aufgestellten Dauerexponate werden alle Interessierten während der Geschäftszeiten freien Zugang haben. „Wir legen großen Wert auf Bürgernähe und sind immer offen für den Dialog mit den Menschen in unserer Region“, sagt Klingelhöfer.

    14.07.2020
    Inwerk GmbH
    Burgblick 2
    35444 Biebertal
    Patrick Dietz M. A.
    Marketing / PR
    Tel. 0 64 09 – 66 19-13, 01 79 -69 800 69

    Freundliche Grüße

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